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Pressemitteilung

Prävention im Kindesalter

Das Thema sexueller Missbrauch ist immer noch ein Tabu-Thema. Viele Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen fühlen sich nicht in der Lage, dieses Thema mit den Kindern und Jugendlichen zu besprechen. Die eigenen Ängste und häufig auch die nicht vorhandenen Worte lassen dieses Thema immer wieder in den Hintergrund treten. Kinder und Jugendliche, die von Missbrauch betroffen sind, fallen auch nicht dadurch auf, dass sie lauthals darüber berichten, ganz im Gegenteil sie sind zur Sprachlosigkeit verurteilt, da ihnen die Worte häufig fehlen. Wenn sie doch die ihnen zur Verfügung stehenden Begriffe verwenden, werden sie häufig missverstanden oder ihnen wird gesagt, dass sei doch nicht schlimm und sie sollen sich nicht so haben. Hat ein solch verunsichertes Kind die Erfahrung gemacht, dass ihm nicht geglaubt wird, bestätigt sich die Prophezeiung des Täters: "Dir glaubt eh keiner."

Um dem entgegen zu wirken, arbeiten wir zum einen mit den Kindern und Jugendlichen, zum anderen - was ebenfalls wichtig ist - mit den Eltern und LehrerInnen. Aufklärung muss breit angelegt erfolgen, denn nur über Wissen kann sexuellem Missbrauch vorgebeugt werden. Täter sind keine, wie immer in den Medien dargestellt, sogenannten Fremdtäter, also dem Opfer unbekannt, sondern sie kommen zum überwiegenden Teil aus dem nahen Umfeld der Kinder und Jugendlichen. Diese Tatsache zeigt noch einmal sehr deutlich die Schwierigkeit des Schutzes vor sexuellem Missbrauch. Es sind Menschen die den Kindern vertraut sind, per se Bezugspersonen und Autoritätspersonen. Wie soll sich ein Kind dagegen wehren? Deshalb heißt Prävention vor allem im Kindesalter, Kindern eine eigene Persönlichkeit zugestehen mit denen für sie notwendigen Freiheiten und Grenzen, die ihnen Orientierung bieten müssen. Durch unsere Arbeit erhalten auch die Täter die Botschaft, dass wir um ihre Strategien wissen und Kindern und Jugendlichen helfen, sich zu schützen. Es ist wichtig Kinder stark zu machen, geschützt werden müssen sie von Erwachsenen, denn nur sie verfügen über die Macht der Hilfe.

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Die Projekte von WILDWASSER Chemnitz, Erzgebirge und Umland e.V. werden gefördert durch das Amt für Jugend und Familie der Stadt Chemnitz und dem Landratsamt Erzgebirgskreis. Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage, des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Wir fördern nach unserer Satzung mildtätige Zwecke/gemeinnützige Zwecke im Bereich der Jugend - und Altenhilfe nach §52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 AO und haben einen gültigen Freistellungsbescheid zum Körperschaftssteuerbescheid des Finanzamtes Chemnitz-Süd vom 02.01.2017.

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